Bauland kaufen: Darauf sollten Sie unbedingt achten!

Wenn Sie auch zu den Menschen gehören, die früher oder später eine Immobilie erwerben wollen, um darauf Ihr Traumhaus zu bauen, dann müssen Sie zunächst das passende Grundstück für sich finden. Das ist oft gar nicht einmal so einfach und beim Kauf von Bauland warten viele potenzielle Fehler.

Wenn Sie ein Baugrundstück kaufen wollen, sollten Sie als erstes Ihr Budget bedenken und darauf achten, dass der Kaufpreis nicht zu hoch ausfällt. Über die aktuellen Grundstückspreise können Sie sich leicht informieren: Es gibt entsprechende Bodenwertrichtlinien, über die Sie sich in der jeweiligen Gemeinde oder bei einem kompetenten Makler informieren können.

Ein guter Zeitpunkt für den Kauf von Bauland ist natürlich die derzeitige Niedrigzinsphase, sofern Sie den Kauf eines Baugrundstücks finanzieren wollen. Oftmals soll unmittelbar nach dem Erwerb eines Grundstücks mit dem Bau eines Hauses begonnen werden. Dies bedeutet, dass der Kredit für das Grundstück selbst und den sich anschließenden Hausbau auf einen Schlag ausgezahlt wird. Für Sie ist wichtig, dass der Kreditvertrag so gestaltet wird, dass der Kreditanteil für die Kosten des Hausbaus ohne sogenannte Bereitstellungszinsen angeboten wird. Lassen Sie sich daher ausführlich von einem Experten beraten, bevor Sie sich finanziell binden. Was Sie außerdem vor dem Kauf von Bauland bedenken sollten, lesen Sie im Folgenden.

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Bauland mit oder ohne Maklerhilfe kaufen?

Viele angehende Hausbesitzer tun sich schwer, für ihr künftiges Zuhause das richtige Bauland zu suchen und zu kaufen. Kommunale oder private Baugrundstücke sind schwer zu finden. Viele, die ein Grundstück kaufen wollen, schalten deshalb einen Makler ein. Dies ist sinnvoll, da gerade ein versierter Makler als Fachmann für Immobilien und Grundstücke den Immobilienmarkt kennt. Die Einschaltung eines Maklerbüros bietet den Vorteil, dass der jeweilige Makler grundsätzlich über sehr viele Verbindungen zu potenziellen Verkäufern verfügt. Wer Grundstücke von Privatleuten kaufen will, wird daher häufig einen Makler beauftragen.

Ein Makler kostet natürlich Geld. Die für die Beauftragung eines Maklers entstandenen Kosten können Sie im Übrigen nicht Ihrem Vertragspartner auferlegen. Es gilt das sogenannte Bestellerprinzip, wonach die Partei die Kosten für die Inanspruchnahme eines Maklers zu zahlen hat, die die Beauftragung ausgelöst hat. Möchten Sie die Kosten für die Inanspruchnahme eines Maklers sparen, dann empfiehlt sich eine Anfrage bei der jeweiligen Kommune.

Eine weitere Möglichkeit ist die Nachfrage bei Bauunternehmen. Denn viele Bauunternehmen sind darauf fixiert, Bauland zu kaufen, um dieses später selbst zu bebauen. Sie können gleichzeitig durch ein für Sie interessantes Gemeindegebiet gehen, um auf zum Verkauf ausgeschriebene Grundstücke zu stoßen.

Über die Eckdaten Ihres Wunschgrundstückes müssen Sie sich natürlich im Klaren sein. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie ein Wassergrundstück oder etwa ein Waldgrundstück kaufen wollen. Möchten Sie ein Gewerbegrundstück kaufen, gilt im Prinzip dasselbe. Alle genannten Grundstücksarten werden zeitweise in den einschlägigen Immobilienportalen im Internet angeboten. Wer ein herkömmliches Baugrundstück oder lediglich ein Wochenendgrundstück kaufen möchte, dem sei ein Zugriff auf solche Webportale zum Grundstückkauf unbedingt empfohlen.

Baugrund: Eignet sich der Boden für meine Bedürfnisse?

Bevor Sie das Bauland wirklich kaufen, sollten Sie sich über das Grundstück vorab umfassend informieren. Bestimmte Faktoren und Informationen sind grundsätzlich wichtig, egal welche Art von Baugrundstück Sie erwerben möchten. Wichtig sind beispielsweise Informationen über die Bodenbeschaffenheiten: Lehm, Ton und viele Steine erschweren nämlich beim Bau eines Hauses den Kelleraushub. Dieser Umstand führt regelmäßig zu meist ungeplanten Mehrkosten. Solch ein Grundstück lässt sich später zudem wesentlich schwieriger bepflanzen. Überhaupt müssen die Bodenbeschaffenheiten vor Ort die Bebauung erst einmal zulassen. Prüfen Sie dies also unbedingt vor dem Kauf!

Altlasten auf dem Bauland: Haftungsrisiken vor dem Kauf ausschließen

Ein weiteres Stichwort sind Altlasten. Hierzu zählen zunächst solche, die auf Anhieb erkennbar sind. Zu diesen Altlasten gehören unter anderen abzureißende Nebengebäude, wie etwa alte Schuppen oder Garagen. In diesem Fall müssten Sie für den Abriss Mehrkosten einplanen. Viel gefährlicher sind jedoch die versteckten Altlasten. Hierbei handelt es sich in erster Linie um in das Erdreich eingedrungene Schadstoffe, die oftmals auch der Verkäufer nicht kennt. Für Sie als Kaufinteressent ist es daher extrem wichtig zu wissen, ob das für Sie in Betracht kommende Bauland möglicherweise kontaminiert ist. Aufschluss darüber gibt ein Bodengutachten eines Sachverständigen.

Wenn Sie sich für ein bestimmtes Grundstück interessieren, sollten Sie vorab abklären, wie das Grundstück in der Vergangenheit genutzt worden ist. Bereits die ursprüngliche Nutzung des Baugrundes gibt Aufschluss über etwaige Altlasten. Für Altlasten können Sie als neuer Eigentümer sogar haftbar gemacht werden. Als Eigentümer wären Sie ein sogenannter Zustandsstörer und müssten im schlimmsten Fall gefährliche Altlasten auf Ihre Kosten entfernen lassen. In Sachen Altlasten müssen Sie sich also auf jeden Fall vor Abschluss eines Kaufvertrages für das Bauland ausreichend informieren.

Bauland als Wertanlage kaufen

Die meisten Interessenten wollen natürlich ein Grundstück, welches langfristig im Wert steigt. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die voraussichtlich weitere Wertentwicklung zu beobachten. Hierzu zählen auch etwaige seitens der zuständigen Kommune geplanten Erschließungsanlagen. Diese sind zwar in Form von oft hohen Erschließungsbeiträgen mit Mehrkosten verbunden, sorgen aber für einen Wertzuwachs des Grundstücks. Dieser Umstand kann selbst dann von Bedeutung sein, wenn Sie lediglich ein Grundstück pachten möchten. Aber gerade beim Kauf von Bauland ist dieser Punkt beachtenswert.

Ohnehin gilt es, die voraussichtliche Entwicklung des Baugebiets, in dessen Bereich Ihr neuer Baugrund liegt, vorab zu klären. Anhand eines Flächennutzungsplanes können Sie beispielsweise feststellen, ob an Ihre neue Grundstücksfläche angrenzend ein neues Gewerbegebiet oder etwa der Bau einer größeren Straße geplant ist. All diese Faktoren wirken sich wertmindernd für das eigene Grundstück aus. Eine entsprechende Klärung vor Abschluss des notariellen Kaufvertrages ist daher dringend anzuraten. Dasselbe gilt für etwaige fremde Nutzungsrechte, wie zum Beispiel Wege- und Leitungsrechte, die den Grundstückswert mindern.

Grundstückskauf: Besichtigungstermin und Abschluss des Kaufvertrages

Sicherlich sollten Sie vor Vertragsabschluss das Grundstück ganz genau inspizieren. Hierzu dient ein vorab mit der Verkäuferseite ausgemachter Besichtigungstermin. Die oben genannten Punkte sollten Sie unbedingt gegenüber Ihrem potenziellen Vertragspartner ansprechen. Zusätzlich sollten Sie sich unbedingt einen aktuellen Grundbuchauszug besorgen, in dem zum Beispiel die den Wert des Grundstücks mindernden Rechte Dritter eingetragen sind. Hierbei handelt es sich um die zuvor schon erwähnten Wege- und Leitungsrechte, aber auch um etwaige im Wege einer Grunddienstbarkeit eingetragenen Wohnrechte Dritter.

Wenn Sie zu Ihrer eigenen Absicherung den für Ihr Grundstück geltenden Bebauungsplan eingesehen haben und alle weiteren Unklarheiten beseitigt sind, steht dem Abschluss eines notariellen Kaufvertrages grundsätzlich nichts mehr im Wege. Was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

Fazit

Wer Bauland kaufen möchte, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um seinen Bedarf zu klären und ein geeignetes Grundstück zu suchen. Dieses sollten Sie sorgfältig prüfen, sich über mögliche Altlasten informieren und auch potenzielle Folgekosten im Blick behalten. Die Beratung durch einen erfahrenen Makler kann hier sehr hilfreich sein, aber auch Gutachten vermitteln ein genaues Bild über den Zustand des ausgesuchten Baugrundstückes.