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	<title>E &#8211; Baulexikon</title>
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	<description>Baulexikon von Bauunternehmen.org ✓ Wir erklären die wichtigsten Begriffe aus dem Baugewerbe ✓ Definitionen ✓ Infografiken ✓ Jetzt informieren!</description>
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		<dc:creator><![CDATA[Bauunternehmen.org Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Sep 2018 09:30:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[E]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unter dem Begriff Estrich versteht man eine Bodenschicht auf dem Betonfundament eines Bauwerks, die den Boden abdeckt und begradigt. Es gibt verschiedene Arten von Estrich, die Beton teilweise ähneln, jedoch nicht mit diesem zu verwechseln sind.Was ist Estrich?Ein Estrich ist ein Grund für Fußbodenbeläge und dient zur Begradigung von Böden sowie zur Wärme- und Trittschalldämmung. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><em>Unter dem Begriff Estrich versteht man eine Bodenschicht auf dem Betonfundament eines Bauwerks, die den Boden abdeckt und begradigt. Es gibt verschiedene Arten von Estrich, die Beton teilweise ähneln, jedoch nicht mit diesem zu verwechseln sind.</em></p><h2 class="wp-block-heading" id="question1">Was ist Estrich?</h2><p class="wp-block-paragraph">Ein Estrich ist ein Grund für Fußbodenbeläge und dient zur Begradigung von Böden sowie zur Wärme- und Trittschalldämmung. Durch den Estrich wird es möglich, Bodenbeläge als oberste Schichten aufzulegen. Er hängt von folgenden Eigenschaften ab:</p><p class="wp-block-paragraph">Druckfestigkeit (C),</p><p class="wp-block-paragraph">Biegezugfestigkeit (F) und</p><p class="wp-block-paragraph">Verschleißwiderstand (A).</p><p class="wp-block-paragraph">Folgende Schichten bilden den strukturellen Aufbau des Fußbodens:</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">•</span>Rohdecke</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">•</span>Abdichtung</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Ein- oder zweischichtige Dämmschicht</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Abdeckung</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">•</span> Estrich</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">•</span> Belag</p><h3 class="wp-block-heading">Woher kommt der Begriff Estrich?</h3><p class="wp-block-paragraph">Der Terminus leitet sich vom Griechischen („óstrakon“ – Scherbe) und Lateinischen („astracum“ – Pflaster) ab. Der althochdeutsche Begriff „estrī̌h“ kam der heutigen Form bereits sehr nahe, da dieser auch schon den Fußboden bezeichnete.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question2">Woraus besteht Estrich?</h2><p class="wp-block-paragraph">Estrich besteht in der Regel aus verschiedenen Schichten Mörtel, dessen Beschaffenheit je nach Art unterschiedlich ausfällt. Zwischen den Lagen kann eine Dämmschicht liegen, die dabei hilft, den Druck zu verteilen.</p><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Bauprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading" id="question3">Was ist der Unterschied zwischen Estrich und Beton?</h2><table>
<thead>
<tr>
<th>Beton</th>
<th>Estrich</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Feuchte Mischung aus Gestein, Ton und Kalk</td>
<td>Kann Beton als Bestandteil aufweisen</td>
</tr>
<tr>
<td>Definiert sich durch seine Bestandteile</td>
<td>Definiert sich durch seine Funktionen</td>
</tr>
<tr>
<td>Benötigt Wasser zur Herstellung</td>
<td>Nicht alle Arten benötigen Wasser</td>
</tr>
<tr>
<td>Eignet sich als Fundament</td>
<td>Letzte Schicht auf dem Fundament</td>
</tr>
</tbody>
</table><h2 class="wp-block-heading" id="question4">Welche Arten von Estrich gibt es?</h2><p class="wp-block-paragraph">Estriche werden nach ihren Bindemitteln unterschieden:</p><h3 class="wp-block-heading">Zementestrich (CT) / Betonestrich</h3><p class="wp-block-paragraph">Zementestrich enthält fast die gleichen Elemente wie Beton und wird deshalb auch als Betonestrich bezeichnet. Er ist nach der Aushärtung besonders beständig gegenüber Wasser, weist jedoch keine sonderlich guten Dämmeigenschaften auf. Bei Grundflächen, die über 36 Quadratmeter aufweisen, ist die Anwendung zu vermeiden, da sich potentiell Risse bilden können.</p><h3 class="wp-block-heading">Gussasphaltestrich (AS)</h3><p class="wp-block-paragraph">Hierbei handelt es sich um eine Estrich-Art, die kein Wasser benötigt. Der Gussasphaltestrich wird auf 230 Grad erhitzt und wird bei der Verarbeitung gestrichen oder gegossen. Er verfügt über gute Wärme- und Trittschalleigenschaften und ist wasserdicht. Einen großen Nachteil stellt jedoch sein teurer Preis dar. Sollen Naturstein oder andere mineralische Baustoffe auf ihm verlegt werden, ist eine Trennschicht notwendig. Ebenso verhält es sich bei elastischen Bodenbelägen. Durch eine Trennschicht können chemische Reaktionen vermieden werden.</p><h3 class="wp-block-heading">Kunstharzestrich (SR)</h3><p class="wp-block-paragraph">Diese Estrich-Variante ist enorm teuer. Meistens wird sie verwendet, wenn eine geringe Trocknungszeit benötigt wird. Die Bestandteile von Kunstharzestrich sind teilweise giftig und stehen im Verdacht, Unfruchtbarkeit zu begünstigen.</p><h3 class="wp-block-heading">Calciumsulfatestrich (CA) / Anhydritestrich (AE)</h3><p class="wp-block-paragraph">Der Calciumsulfatestrich nutzt, wie der Name schon sagt, Calciumsulfat als Bindemittel. Er kann großflächig ausgelegt werden und verursacht keine Fugen. Die Vorteile dieser Estrichart sind eine hohe Belastbarkeit und niedrige Zugluftempfindlichkeit. Allerdings ist sie nicht wasserbeständig und weist daher eine höhere Anfälligkeit für Schimmel auf.</p><h3 class="wp-block-heading">Magnesitestrich (MA)</h3><p class="wp-block-paragraph">Diese Art von Estrich findet sich häufig in Altbauten. Sie ist besonders leicht, jedoch auch empfindlich gegenüber Nässe. Der Magnesitestrich reagiert gegenüber Metallen korrosiv.</p><h3 class="wp-block-heading">Estriche mit Fasern</h3><p class="wp-block-paragraph">Fasern, die Estrichen zugesetzt werden, verändern die Festigkeit des Materials. Bei Zementestrichen (CT) kommen Glasfasern zum Einsatz, bei Gussasphaltestrich (AS) Stahlfasern. Das Hinzufügen der Fasern hilft, die Bildung von Rissen zu verringern.</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><p class="wp-block-paragraph"><button class="get-the-angebote">Jetzt Experten beauftragen &amp; Projekt verwirklichen!</button></p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2 class="wp-block-heading" id="question5">Verbindungsvarianten: Verbundestrich, Heizestrich und Estrich auf Trennschicht und Dämmschicht</h2><p class="wp-block-paragraph">Estrich kann darüber hinaus nach verschiedenen Verbindungsvarianten unterschieden werden.</p><p class="wp-block-paragraph">Der „Verbundestrich“ ist mit dem tragenden Beton fest verbunden.</p><p class="wp-block-paragraph">Der „Heizestrich“ gehört zu der Art des „schwimmenden Estrichs“. Er integriert Heizungselemente entweder in der Heizungsschicht, der Dämmschicht oder innerhalb der Estrichausgleichsschicht.</p><p class="wp-block-paragraph">Der „Estrich auf Trennschicht“ ist von ihm über eine dünne Trennschicht separiert.</p><p class="wp-block-paragraph">Der „Estrich auf Dämmschicht“, auch „<strong>schwimmender Estrich</strong>“ genannt, wird auf einer Dämmschicht hergestellt. Er kann sich auf der Unterlage bewegen und ist nicht direkt mit den angrenzenden Schichten verbunden.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question6">Herstellungsart: Baustellenestrich, Werkmörtelestrich, Fließestrich, Fertigteilestrich und Sichtestrich</h2><p class="wp-block-paragraph">Estriche unterscheiden sich aber auch nach der Art ihrer Herstellung:</p><p class="wp-block-paragraph">• So gibt es den „Baustellenestrich“, der aus Estrichmörtel besteht. Dieser wird direkt auf der Baustelle gefertigt.</p><p class="wp-block-paragraph">• Der „Werkmörtelestrich“ wird hingegen zu der Baustelle geliefert. Entweder als einbaufertiger Estrich oder als Trockenmörtel.</p><p class="wp-block-paragraph">• Der „Fließestrich“ ist äußerst weich und gleicht dank eines Fließmittels sein Höhenniveau selbst aus. Somit muss er kaum verteilt oder verdichtet werden.</p><p class="wp-block-paragraph">• Schließlich gibt es den „Fertigteilestrich“ der in Form von einzelnen Platten ausgeliefert wird.</p><p class="wp-block-paragraph">• Zudem gibt es aber auch noch den „Sichtestrich“. Dieser weist eine geschliffene Oberfläche auf und dient, ohne zusätzlichen Belag, als Fußboden.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question7">Estrich: Richtlinien</h2><p class="wp-block-paragraph">Für Estriche bestehen grundlegende Normen, die einerseits die Begrifflichkeiten und andererseits die Stoffordnungen, Anwendungsregeln, Prüfverfahren und technischen Vertragsbedingungen bei Estricharbeiten regeln. Die entsprechenden Normen sind:</p><p class="wp-block-paragraph">• DIN EN 13318</p><p class="wp-block-paragraph">• DIN EN 13813</p><p class="wp-block-paragraph">• DIN EN 13892</p><p class="wp-block-paragraph">• DIN EN 18560</p><p class="wp-block-paragraph">• DIN EN 18353</p><p class="wp-block-paragraph">Die Normbezeichnungen bestehen aus den Bestandteilen DIN (für Deutsche Industrienorm) und EN für (Europäische Norm).</p><p class="wp-block-paragraph">Estrichhersteller müssen, durch die DIN EN 13813 veranlasst, eine Konformitätserklärung abgeben. Mit dieser bestätigen sie, dass das Produkt allen einschlägigen Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entspricht, nachdem es – einer Erstprüfung vor dem Beginn der Produktion – sowie einer Konformitätsbewertung unterzogen wurde. Das CE-Kennzeichen auf der Ware bestätigt dies. Wird das Verfahren des Herstellers umgewandelt, so ist eine Druck- und Biegezugsfestigkeits-Prüfung unabdingbar.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question8">Sonderfall: Trockenestrich</h2><h3 class="wp-block-heading">Was unterscheidet Trockenestrich von anderen Estricharten?</h3><p class="wp-block-paragraph">Anders als flüssiger Estrich wird Trockenestrich nicht ausgegossen, sondern ausgelegt. Er besteht aus vorgefertigten Platten und kommt vorwiegend bei Sanierungen von Gebäuden zum Einsatz.</p><h3 class="wp-block-heading">Vorteile von Trockenestrich:</h3><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Muss nicht trocknen</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Eignet sich für alle Bodenbeläge</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Keine Feuchtigkeitsentwicklung</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Schnelle Verlegung</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Kaum Fugen</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Keine Formveränderung</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Nicht brennbar</p><h3 class="wp-block-heading">Nachteile von Trockenestrich:</h3><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Empfindlich gegen Feuchtigkeit</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Kein eigenständiger Bodenbelag</p><p class="wp-block-paragraph"><span style="color: #1d2129;">• </span>Mögliche Probleme in Kombination mit Fußbodenheizung</p><h2 class="wp-block-heading" id="question9">Estrich trocknen: Wie lange muss Estrich trocknen?</h2><p class="wp-block-paragraph">Die verschiedenen Arten trocknen unterschiedlich lange. Bei Trockenestrich entfällt die Wartezeit jedoch komplett. Bei anderen Varianten hängt sie von der Zusammensetzung des Estrichs und der Menge der verlegten Schichten ab.</p><p class="wp-block-paragraph">Zementestrich weist beispielsweise eine hohe Trockenzeit von bis zu drei Wochen oder mehr auf, bis er voll belastbar ist. Calciumsulfatestrich benötigt nur wenige Tage, bis er begehbar ist. Nach spätestens nach zwei Wochen ist er voll belastbar. Die kürzesten Trockenzeiten weisen Gussasphaltestriche auf.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question10">Estrich schleifen und versiegeln</h2><p class="wp-block-paragraph">Zementfließestriche und Calciumsulfatestriche müssen bei der Verlegung angeschleift werden, um Haftverbundschäden, also Beeinträchtigungen zwischen Estrich und dessen Belag, vorzubeugen. Die anschließende Versiegelung dient dazu, Schmutz zu vermeiden.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question11">Estrich: Worauf müssen Sie besonders achten?</h2><p class="wp-block-paragraph">• Festigkeitswerte</p><p class="wp-block-paragraph">• Dämmeigenschaften</p><p class="wp-block-paragraph">• Trocknungszeit</p><p class="wp-block-paragraph">• Verlegungszeit</p><p class="wp-block-paragraph">• Feuchtigkeitsresistenz</p><p class="wp-block-paragraph">• Belegreife (Estrich darf nur zu einem bestimmten Grad feucht sein, damit er belegt werden kann. Er muss die Belegreife zunächst erreichen.) </p><figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/grafik-estrich_xcsnlj-1024x731.png" alt="Grafik: Wichtige Informationen zu Estrich" class="wp-image-151" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/grafik-estrich_xcsnlj-1024x731.png 1024w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/grafik-estrich_xcsnlj-300x214.png 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/grafik-estrich_xcsnlj-768x549.png 768w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/grafik-estrich_xcsnlj-1536x1097.png 1536w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/grafik-estrich_xcsnlj-2048x1463.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"><figcaption class="wp-element-caption">© Bauunternehmen.org</figcaption></figure><h3 class="wp-block-heading">Weiterführende Links</h3><p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bauunternehmen.org/magazin/estrich-verlegen" data-auto-event-observed="true">Estrich verlegen</a></p><p class="wp-block-paragraph"></p><p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.bauunternehmen.org/lexikon/estrich">Estrich: Definition, Arten und Richtlinien</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.bauunternehmen.org/lexikon">Baulexikon</a>.</p>
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		<dc:creator><![CDATA[Bauunternehmen.org Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Sep 2018 11:04:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[E]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Erschließung beschreibt alle Vorgänge, die benötigt werden, um ein Grundstück baureif zu gestalten und es ordnungsgemäß nutzbar zu machen. Neben der Anbindung an die Versorgung mit Gas oder Wasser müssen auch rechtliche Maßnahmen berücksichtigt werden.Definition: Was ist eine Erschließung?Eine Erschließung ermöglicht es, ein Grundstück durch Baumaßnahmen, wie die Verbindung zu Wegen und Versorgungsnetzen, bebaubar [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><em>Eine Erschließung beschreibt alle Vorgänge, die benötigt werden, um ein Grundstück baureif zu gestalten und es ordnungsgemäß nutzbar zu machen. Neben der Anbindung an die Versorgung mit Gas oder Wasser müssen auch rechtliche Maßnahmen berücksichtigt werden.</em></p><h2 class="wp-block-heading" id="question1">Definition: Was ist eine Erschließung?</h2><p class="wp-block-paragraph">Eine Erschließung ermöglicht es, ein Grundstück durch Baumaßnahmen, wie die Verbindung zu Wegen und Versorgungsnetzen, bebaubar zu machen. Um ein Grundstück bebauen zu dürfen, muss rechtlich gesehen eine Erschließung erfolgt sein. Für die Anbindung an diese Versorgungseinheiten zeichnet sich laut Paragraf 123 des BauGB die Gemeinde verantwortlich. Sie beteiligt im Regelfall den Eigentümer des Grunds an den Kosten, der diese, im Falle eines Verkaufes, dem Käufer auf den Preis aufschlägt.</p><h3 class="wp-block-heading">Was ist die Voraussetzung für eine Grundstücks-Bebauung?</h3><p class="wp-block-paragraph">Eine Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Grundstück Bebauung ist der Anschluss des Gebiets an die Infrastruktur, mit Straßen- und Telefonnetz, Strom, Gas und Wasserversorgung. Es muss also vor Baubeginn eine gesicherte Erschließung erfolgt sein.</p><h3 class="wp-block-heading">Innere und äußere Erschließung eines Baugebiets:</h3><p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich gibt es einen Unterschied zwischen der äußeren und der inneren Erschließung. Erstere beschreibt die Maßnahmen, die außerhalb des Baugebietes für den Vorgang nötig sind. Letztere behandelt die Vorgänge, die auf den zu bebauenden Flächen selbst ablaufen.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question2">Erschließungsanlagen: Welche Erschließungsmaßnahmen müssen gegeben sein?</h2><p class="wp-block-paragraph">Zu dem Komplex der Erschließungsanlagen gehören Maßnahmen der Infrastruktur, wie Parkplätze und Kinderspielplätze, aber auch technische Anlagen. Das Grundstück benötigt demnach eine Telekommunikationsanbindung, die Versorgung mit Löschwasser und den Anschluss an die Kanalisation. Des Weiteren muss Regenwasser abfließen können und es sollten Schallschutzmaßnahmen vorliegen, sofern eine erhöhte Lärmbelästigung durch Umwelteinflüsse vorliegt. Die Verkehrserschließung umfasst öffentliche Straßen, Wege und Parkflächen.</p><h3 class="wp-block-heading">Wichtige Erschließungsanlagen: Parkplätze, Kanalisation und Straßenbau</h3><p class="wp-block-paragraph">• Infrastruktur (z.B. Parkplätze)</p><p class="wp-block-paragraph">• Technische Anlagen (z.B. Telekommunikationsanbindung und Kanalisation)</p><p class="wp-block-paragraph">• Verkehrserschließung (z.B. Straßen und Wege) </p><figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="731" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/wichtige-erschliessungsanalgen_gtveqn-1024x731.png" alt="Infografik: WIchtige Erschließungsanlagen" class="wp-image-143" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/wichtige-erschliessungsanalgen_gtveqn-1024x731.png 1024w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/wichtige-erschliessungsanalgen_gtveqn-300x214.png 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/wichtige-erschliessungsanalgen_gtveqn-768x549.png 768w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/wichtige-erschliessungsanalgen_gtveqn-1536x1097.png 1536w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/wichtige-erschliessungsanalgen_gtveqn-2048x1463.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"><figcaption class="wp-element-caption">© Bauunternehmen.org</figcaption></figure><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Bauprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading" id="question4">Erschließung im BauGB</h2><h3 class="wp-block-heading">BauGB (Baugesetzbuch) und Landesbauordnungen</h3><p class="wp-block-paragraph">Die juristischen Normen hält das BauGB in den Paragrafen 123 bis 135 fest. Sie setzen den rechtlichen Rahmen für die Bauplanung von öffentlichen Erschließungsanlagen bis zu den Grenzen eines privaten Grundstücks. Die Landesbauordnungen regulieren dagegen die Sachlage auf dem Baugrund selbst.</p><h3 class="wp-block-heading">Anspruch auf Erschließung: Gibt es einen Anspruch auf die Erschließung?</h3><p class="wp-block-paragraph">Ein rechtlicher Anspruch auf eine Erschließung besteht nicht. Auch dann nicht, wenn ein Bebauungsplan die Erschließung vorsieht. Nach Paragraf 125 des BauGB muss jedoch trotzdem immer ein Bebauungsplan vorhanden sein, in dem die Gemeinde festschreibt, wie die Fläche genutzt werden darf.</p><h3 class="wp-block-heading">Baulast der Gemeinde auf Dritte übertragen</h3><p class="wp-block-paragraph">Der Paragraf 123 des BauGB regelt, dass die Gemeinde die Erschließungsverantwortung, die sogenannte Erschließungslast, über einen Vertrag auf einen Dritten übertragen kann.</p><p class="wp-block-paragraph">Lehnt die Gemeinde jedoch ein zumutbares Angebot über die Erschließung von Dritten ab, führt sie diese verpflichtend selbst durch. Eigenständig muss sie auch dann erschließen, wenn die Baugenehmigung, die sie selbst erteilt hat oder bei der sie Anteil hatte, Mängel beim Prozess der Erschließung verursacht oder wenn sie die notwendigen Maßnahmen in unangemessener Weise verzögert. Auch kann die Gemeinde als „Nothelfer“ fungieren, die einspringt, wenn niemand anderes den Vorgang durchführen kann. Die Pflicht bedeutet jedoch nicht, dass die Kommune alle Anlagen selbst herstellen muss. Sie hat aber dafür zu sorgen, dass das Areal gefahrlos mit einem Kraftfahrzeug oder zu Fuß zu erreichen ist. Ferner trägt sie die Verantwortung für die Beleuchtung und die Entwässerung.</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><p class="wp-block-paragraph"><button class="get-the-angebote">Jetzt Experten beauftragen &amp; Projekt verwirklichen!</button></p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h3 class="wp-block-heading">Die wichtigsten rechtlichen Regelungen zu einer Erschließung finden Sie hier:</h3><p class="wp-block-paragraph">• Die Erschließung ist in den Paragrafen 123 bis 135 des BauGB geregelt.</p><p class="wp-block-paragraph">• Ein Bebauungsplan muss rechtlich vorhanden sein.</p><p class="wp-block-paragraph">• Ein rechtlicher Anspruch auf eine Erschließung besteht nicht.</p><p class="wp-block-paragraph">• Die Erschließungslast liegt grundsätzlich bei der Gemeinde.</p><p class="wp-block-paragraph">• Sie kann sie jedoch vertraglich an Dritte weitergeben.</p><p class="wp-block-paragraph">• In bestimmten Fällen muss die Gemeinde die Erschließung trotzdem selbst übernehmen. </p><figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="731" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/erschliessung-eines-grundst%C3%BCcks_o8xlxk-1024x731.png" alt="Grafik: Rechtliche Regelungen einer Erschließung" class="wp-image-145" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/erschliessung-eines-grundstücks_o8xlxk-1024x731.png 1024w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/erschliessung-eines-grundstücks_o8xlxk-300x214.png 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/erschliessung-eines-grundstücks_o8xlxk-768x549.png 768w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/erschliessung-eines-grundstücks_o8xlxk-1536x1097.png 1536w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/09/erschliessung-eines-grundstücks_o8xlxk-2048x1463.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px"><figcaption class="wp-element-caption">© Bauunternehmen.org</figcaption></figure><h2 class="wp-block-heading" id="question6">Erschließungskosten</h2><p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie werden die Erschließungskosten berechnet?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Die Kosten errechnen sich aus den jeweiligen Beitragskalkulationen und den Satzungen der Kommune. Die Einsätze, welche für die erstmalige Herstellung der Anlagen betrieben werden, inklusive der Beleuchtung und der Entwässerung, werden als „Erschließungsaufwand“ bezeichnet.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Wer trägt die Erschließungskosten und an wen werden sie gezahlt?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Die Kosten für die Erschließung teilen sich im Normalfall die Gemeinde und der Grundbesitzer. Sie werden an die Versorgungsträger entrichtet und fallen für alle Arbeiten an, die mit den erforderlichen Maßnahmen zu tun haben.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>Welche Ausnahmen gibt es bei den Erschließungskosten?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">In bestimmten Fällen ist es erlaubt, die Gliederung der Kosten nach Gewerken, also Arbeitsvorgängen, statt nach Bauteilen vorzunehmen. Bei Verkehrswegen gibt es Unterschiede zwischen der Ersterschließung, also der neuartigen Herstellung einer Anlage, und der Verbesserung von bereits vorhandenen. Auch bei Leitungen gibt es eine Trennlinie zwischen neu erstellten Einrichtungen und solchen, die lediglich eine Verbesserung erhalten. Erstere erhalten einen Erneuerungsbeitrag, Letztere einen Verbesserungsbeitrag.</p><p class="wp-block-paragraph"><strong>DIN-Norm „DIN-Norm 276“: Was regelt die DIN-Norm bei den Erschließungskosten?</strong></p><p class="wp-block-paragraph">Die DIN-Norm „DIN-Norm 276“ unterscheidet bei den Erschließungskosten zwischen Projektkosten und Honoraren für Architekten und Ingenieure.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question7">Was ist der Unterschied zwischen einer privaten und einer öffentlichen Erschließung?</h2><p class="wp-block-paragraph">Als öffentlich gelten alle Maßnahmen, die bis zur Grundstücksgrenze reichen. Privat sind sie hingegen innerhalb der Baufläche. Viele dieser Bereiche können jedoch sowohl öffentlich als auch privat erschlossen werden:</p><h3 class="wp-block-heading">Öffentlich (außerhalb des Grundstücks):</h3><p class="wp-block-paragraph">•  Verkehrserschließung</p><p class="wp-block-paragraph">• Abwasserleitungen</p><p class="wp-block-paragraph">• Regenwasser</p><p class="wp-block-paragraph">• Wasseranschluss</p><p class="wp-block-paragraph">• Gas </p><p class="wp-block-paragraph">• Strom</p><h3 class="wp-block-heading">Privat (auf dem Grundstück):</h3><p class="wp-block-paragraph">• Zufahrten und Parkplätze</p><p class="wp-block-paragraph">• Abwasserleitungen</p><p class="wp-block-paragraph">• Regenwasser</p><p class="wp-block-paragraph">• Wasseranschluss</p><p class="wp-block-paragraph">• Gas</p><p class="wp-block-paragraph">• Strom</p><p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.bauunternehmen.org/lexikon/erschliessung">Erschließung eines Grundstücks: Definition, Kosten und Arten</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.bauunternehmen.org/lexikon">Baulexikon</a>.</p>
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		<dc:creator><![CDATA[Bauunternehmen.org Team]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2018 13:24:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[E]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Energieausweis ist ein Dokument zur energetischen Bewertung von Gebäuden. Er zeigt an, wie viel Energie die eigene Wohnung oder das Haus verbraucht, und bewertet den Zustand von Wänden, Fenstern, Dächern und Heizungen. Seine Ausstellung, Verwendung und Anwendung regelt das Gebäudeenergiegesetz (GEG).Energieausweis: BegriffserklärungEr dient zur Bescheinigung der Energieeffizienz eines Hauses oder einer Wohnung. Mieter und [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p class="wp-block-paragraph"><em>Der Energieausweis ist ein Dokument zur energetischen Bewertung von Gebäuden. Er zeigt an, wie viel Energie die eigene Wohnung oder das Haus verbraucht, und bewertet den Zustand von Wänden, Fenstern, Dächern und Heizungen. Seine Ausstellung, Verwendung und Anwendung regelt das Gebäudeenergiegesetz (GEG).</em></p><h2 class="wp-block-heading" id="question1">Energieausweis: Begriffserklärung</h2><p class="wp-block-paragraph">Er dient zur Bescheinigung der Energieeffizienz eines Hauses oder einer Wohnung. Mieter und Käufer sind mit dem Energieausweis in der Lage, den Energiebedarf oder -verbrauch verschiedener Gebäude bundesweit miteinander zu vergleichen. Bei der Vermietung, der Verpachtung oder dem Verkauf verpflichtet sich der Hauseigentümer, den Interessenten ungefragt einen Energieausweis vorzuzeigen.</p><p class="wp-block-paragraph">Zur Ausstellung berechtigt sind qualifizierte Personengruppen, die fachlich das Thema Energietechnik in Gebäuden abdecken. Das können Handwerksmeister, aber auch Akademiker sein. Die Gültigkeitsdauer des Energiepasses beträgt zehn Jahre ab dem Tag der Ausstellung.</p><p class="wp-block-paragraph">Ein Energieausweis wird grundsätzlich für ganze Gebäude ausgestellt. Es besteht eine Ausnahme, wenn Gebäudeteile nach GEG 2020 §106 getrennt zu behandeln sind und sich wesentlich voneinander unterscheiden, wie beispielsweise bei einer wohnlichen und gewerblichen Aufteilung eines Bauwerks.</p><p class="wp-block-paragraph">Auf der ersten Seite des Energieausweises stehen allgemeine Angaben zum Gebäude und der Anlagentechnik. Auch die Anzahl der Wohnungen wird aufgeführt. Sie zeigt zudem, ob es sich um einen bedarfsorientierten oder verbrauchsorientierten Energieausweis handelt. Gegebenenfalls finden sich auf der ersten Seite auch Informationen über die Nutzung erneuerbarer Energien sowie über das Lüftungskonzept.</p><p class="wp-block-paragraph">Auf den darauffolgenden beiden Seiten sind die Werte für den Energiebedarf aufgeführt, die den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter Nutzfläche anzeigen. Ein hoher Energieverbrauchskennwert deutet auf eine niedrige Effizienz des Gebäudes hin.</p><p class="wp-block-paragraph">Als Kennung für die Energieeffizienzklasse fungiert ein Farbschema und die Buchstaben A+ (beste Energieeffizienz) bis H (schlechteste Effizienz).</p><p class="wp-block-paragraph">Grundlage für die Berechnung ist die Gebäudenutzfläche und nicht die Wohnfläche. Der Wert für die Primärenergie zeigt die ursprünglich aufgewendete, gesamte fossile Energiemenge an. Er macht damit die gesamte Kette der Energiebereitstellung sichtbar.</p><p class="wp-block-paragraph">Über den Endenergiebedarf ist abzulesen, wie viel Energie pro Quadratmeter das Gebäude im Jahr für die Heizung und andere Anlagen verbraucht. Anders als der Primärenergiekennwert berücksichtigt er nicht, ob die Energie von fossilen oder erneuerbaren Quellen stammt.</p><p class="wp-block-paragraph">Der Ausweis zeigt dem Eigentümer zudem kostengünstige Vorschläge zur Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes an.</p><p class="wp-block-paragraph">Die Bescheinigung gewährt zwar eine gewisse Transparenz, es besteht jedoch auch Kritik am Energieausweis. Er ist ohne Expertenwissen schwer zu prüfen und enthält Begriffe, die vielen Laien nicht bekannt sind. Dazu gehören beispielsweise die Gebäudenutzfläche, der Energieverbrauchskennwert und der Endenergiebedarf. Zudem sind die Werte oftmals nicht miteinander vergleichbar und weichen bereits bei ein und demselben Gebäude stark voneinander ab. Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass sogar Gebäude mit durchschnittlicher Energieeffizienz gute Ergebnisse erzielen. Da der Ausweis die Energie nach dem Brennwert abrechnet, jedoch dafür den unteren Heizwert berücksichtigt, lässt sich das Ergebnis nicht über Mietverträge und Kostenabrechnungen nachvollziehen. Der zu erwartende Verbrauch kann daraus deshalb nicht abgeleitet werden.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question2">Energieausweis: Was Sie beachten sollten</h2><figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-tipps_v2qizm-1024x731.png" alt="Wichtige Informationen zu einem Energieausweis" class="wp-image-124" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-tipps_v2qizm-1024x731.png 1024w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-tipps_v2qizm-300x214.png 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-tipps_v2qizm-768x549.png 768w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-tipps_v2qizm-1536x1097.png 1536w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-tipps_v2qizm-2048x1463.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px"><figcaption class="wp-element-caption">© Bauunternehmen.org</figcaption></figure><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div class="callout"><div class="head">Benötigen Sie Hilfe für Ihr Bauprojekt?</div><div class="body">Erhalten Sie Angebote von Fachbetrieben in Ihrer Nähe.</div><button type="button" class="get-the-angebote" data-et-type="CTA-Banner">Jetzt unverbindlich Anfrage stellen</button></div><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><h2 class="wp-block-heading" id="question3">Energieausweis: Rechtliche Lage</h2><p class="wp-block-paragraph">Vorweisen müssen den Energieausweis Immobilieneigentümer, die ihr Grundstück ganz oder teilweise verkaufen, verpachten oder vermieten möchten. Sie unterliegen seit der EnEV 2014 der Vorzeigepflicht. Schon bei Inseraten müssen die zentralen Daten aus dem Ausweis ersichtlich werden. Spätestens bei der Besichtigung muss der Eigentümer einen gültigen Energieausweis vorzeigen können. Ausgenommen von dieser Vorzeigepflicht sind lediglich kleine Gebäude unter 50 m² Nutzfläche und Baudenkmäler.</p><p class="wp-block-paragraph">Eine Unterschlagung des Energieausweises zieht Bußgelder von bis zu 15.000 Euro nach sich. Ist der Kaufvertrag abgeschlossen, muss der Ausweis mindestens in kopierter Form an den neuen Eigentümer übergeben werden.</p><p class="wp-block-paragraph">Auch in anderen Ländern gibt es mit dem deutschen Energieausweis vergleichbare Systeme. In der Schweiz existiert der Gebäudeenergieausweis der Kantone, also der Gliedstaaten der Schweiz, dessen Ausstellung und Vorlage für den Eigentümer allerdings nicht verpflichtend ist. In Luxemburg gibt den sogenannten Energiepass. Eine Ausstellungspflicht besteht dort nur für Wohngebäude. Österreich verfügt seit 2006 über ein entsprechendes Gesetz, nach dem ein Energieausweis bei dem Verkauf, der Vermietung oder der Verpachtung von Gebäuden vorzulegen ist. </p><table>
<thead>
<tr>
<th colspan="3">Energieausweis in anderen Ländern</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Deutschland</td>
<td>Energieausweis</td>
<td>Bei der Vermietung, der Verpachtung oder dem Verkauf dem Interessenten verpflichtend vorzulegen</td>
</tr>
<tr>
<td>Schweiz</td>
<td>Gebäudeenergieausweis der Kantone</td>
<td>nicht verpflichtend</td>
</tr>
<tr>
<td>Luxemburg</td>
<td>Energieausweis</td>
<td>nur verpflichtend für Wohngebäude</td>
</tr>
<tr>
<td>Österreich</td>
<td>Energieausweis</td>
<td>verpflichten bei dem Verkauf, der Vermietung oder der Verpachtung</td>
</tr>
</tbody>
</table><h2 class="wp-block-heading" id="question5">Wo kann ich einen Energieausweis beantragen?</h2><p class="wp-block-paragraph">Der Antrag erfolgt wahlweise bei einer von zahlreichen Personengruppen: Dazu gehören Hochschulabsolventen der Fachrichtungen Architektur, Hochbau, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und ähnliche technische oder naturwissenschaftliche Studiengänge. Aber auch bei Handwerksmeistern aus den Bereichen Bau oder Schornsteinfegerwesen sowie bei staatlich anerkannten oder geprüften Technikern ist die Antragstellung möglich. Die Aussteller müssen entweder einen Studienschwerpunkt im Bereich „energiesparendes Bauen“ belegt haben oder Berufserfahrung von zwei Jahren vorweisen können. Alternativ dazu verfügen sie über eine abgeschlossene Fortbildung nach den Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes GEG 2020 oder eine öffentliche Bestellung als vereidigter Sachverständiger im Bereich „energiesparendes Bauen“. Energieausweise müssen seit der EnEV 2014 beim Deutschen Institut für Bautechnik registriert werden.</p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><p class="wp-block-paragraph"><button class="get-the-angebote">Jetzt Experten beauftragen &amp; Projekt verwirklichen!</button></p><hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"><h2 class="wp-block-heading" id="question6">Was kostet ein Energieausweis?</h2><p class="wp-block-paragraph">Ein Energiebedarfsausweis kostet mindestens 400 Euro, ein Energieverbrauchsausweis mindestens 70 Euro. Fördermittel hierfür gibt es nicht. Soll der energetische Zustand eines Eigenheims überprüft werden, kann im Rahmen der BAFA-Förderung eine Energieberatung in Anspruch genommen werden. Diese wird zu 60 Prozent vom Staat getragen.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question7">Wann ist ein Energieausweis erforderlich?</h2><p class="wp-block-paragraph">Bei Errichtung, Umbau oder Erweiterung von Gebäuden ist auch nach dem aktuellen Gebäudeenergiegesetz GEG 2020 ein Energiebedarfsausweis auszustellen. Denkmäler und Gebäude mit maximal 50 m² Nutzfläche sind von der Pflicht befreit. </p><figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-notwendigkeit_fiyfkd-1024x731.png" alt="Wann braucht man einen Energieausweis?" class="wp-image-125" srcset="https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-notwendigkeit_fiyfkd-1024x731.png 1024w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-notwendigkeit_fiyfkd-300x214.png 300w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-notwendigkeit_fiyfkd-768x549.png 768w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-notwendigkeit_fiyfkd-1536x1097.png 1536w, https://magazin.digitaleseiten.de/wp-content/uploads/2018/08/energieausweis-notwendigkeit_fiyfkd-2048x1463.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px"><figcaption class="wp-element-caption">© Bauunternehmen.org</figcaption></figure><p class="wp-block-paragraph">Bei dem Verkauf, der Vermietung oder der Verpachtung muss ein Immobilieneigentümer den Energieausweis vorlegen oder zumindest gut sichtbar aushängen. Für öffentlich genutzte Gebäude ist der Aushang ab 250 m² Nutzfläche Pflicht. Er ist an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle auszuhängen.</p><h2 class="wp-block-heading" id="question10">Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis</h2><p class="wp-block-paragraph">Soll die Einschätzung der energetischen Qualität eines Gebäudes nur oberflächlich erfolgen, kommt der Energieverbrauchsausweis zum Tragen. Aufwendiger ist hingegen der Energiebedarfsausweis. Er findet hauptsächlich bei Neubauten Anwendung und zeigt den theoretischen Energiebedarf eines Gebäudes an, basierend auf Dämmung und Gebäudetechnik. Beide Ausweise stellt ein qualifizierter Energieberater aus.</p><p class="wp-block-paragraph">Für den Energieverbrauchsausweis sind lediglich die Wärmeverbrauchsdaten der letzten 36 Monate und einige Kennzahlen des Gebäudes relevant. Ein Ortstermin für die Ausstellung ist jedoch nicht notwendig. Das ist für den Eigentümer bequem, denn er kann seine Angaben selbstständig liefern. Die Aussagekraft ist aber gering, denn der Ausweis zeigt nur den individuellen Energieverbrauch der Bewohner an.</p><p class="wp-block-paragraph">Der Energiebedarfsausweis bildet das Verhältnis zwischen dem Wärmedurchgangskoeffizienten und der Gebäudetechnik ab. Hierfür ist eine Untersuchung vor Ort Pflicht und gibt Aufschluss über die energetische Situation des Gebäudes. Der Bedarfsausweis wird für Neubauten nach dem Jahr 2008 und Altbauten benötigt, die weniger als fünf Wohneinheiten aufweisen sowie die Wärmeschutzverordnung vom 11. August 1977 nicht einhalten. Altbauten mit mindestens fünf Wohnungen oder weniger und gleichzeitiger Einhaltung der Wärmeschutzverordnung dürfen den Energieverbrauchsausweis nutzen. </p><table>
<thead>
<tr>
<th>Verbrauchsausweis</th>
<th>Bedarfsausweis</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Benötigt nur Wärmeverbrauchsdaten der letzten 36 Monate plus Kennzahlen des Baus</td>
<td>Zeigt Verhältnis zwischen Wärmedurchgangskoeffizienten und Gebäudetechnik</td>
</tr>
<tr>
<td>Keine Untersuchung vor Ort</td>
<td>Untersuchung vor Ort Pflicht</td>
</tr>
<tr>
<td>Aussagekraft gering aber Erstellung einfach</td>
<td>Aussagekraft größer aber Erstellung aufwendiger</td>
</tr>
<tr>
<td>Altbauten mit mindesten fünf Wohnungen oder weniger plus Einhaltung der Wärmeschutzverordnung</td>
<td>Neubauten nach dem Jahr 2008 und Altbauten, die weniger als fünf Wohneinheiten aufweisen + Wärmeschutzverordnung von 1977 nicht einhalten</td>
</tr>
</tbody>
</table><div style="height:20px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div><p>The post <a rel="nofollow" href="https://www.bauunternehmen.org/lexikon/energieausweis">Energieausweis &#8211; Was ist ein Energieausweis?</a> appeared first on <a rel="nofollow" href="https://www.bauunternehmen.org/lexikon">Baulexikon</a>.</p>
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